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Elchtest bestanden!

Aufatmen beim Settelen Umzugsteam nach geglückter Mission.

Mai 2012

Rund 150 Tonnen Sammlungsgegenstände aus dem Naturhistorischen Museum Base transferierte die Settelen AG von der Augustinergasse ins Depot nach Münchenstein. Im Rahmen des Grossaufrags fuhr
auch eine Elch-Karawane durch die Strassen Basels, die zahlreiche fragende Gesichter hervorrief. Die Antworten dazu liefert Roland Schenk, Projektleiter Umzüge.

Auch vor besonders heiklen, sperrigen oder teuren Objekten hat Roland Schenk den gehörigen Respekt, aber keine Scheu. Denn der Projektleiter Umzüge hat im Lauf seiner elfjährigen Tätigkeit für Settelen schon einiges verschoben: einen Tresor per Helikopter, heikle Lasertische mit 700 Kilogramm Gewicht oder Roboter im Gesamtwert von 25 Millionen Franken. Die Erfahrung erlaubt es ihm, im entscheidenden Moment professionell zu improvisieren. Diese Fähigkeit kam ihm beim Auftrag für das Naturhistorische Museum Basel zugute. Jeder Umzug wird sorgfältig vorbereitet, und ganz besonders jener der heiklen Sammlungsobjekte des Museums. Es wird dass genommen, Volumen werden abgeschätzt, Zeiten berechnet. Im Fall der Käfersammlung wurden gar Testläufe durchgeführt (siehe «Settelen persönlich» 1/2014). Doch auch bei grösster Sorgfalt kann bei 3,5 Millionen Umzugsobjekten etwas Unvorhergesehenes passieren. So geschehen im Fall eines «ausgestopften» Elches.

 

Idee gefunden!

Beim Verladen des Präparates aus dem hohen Norden stellte sich heraus: Mit einer Höhe von 2,70 Metern liess sich das Objekt weder mit einem herkömmlichen Umzugslastwagen transportieren noch mit einem Kranlastwagen, da sonst die maximal zulässige Höhe von vier Metern überschritten worden wäre. Schenk wurde kontaktiert. Er vergegenwärtigte sich den Fahrzeugpark des Unternehmens – und fand die Lösung. Er koppelte einen Anhänger für Autotransporte an einen Kleinlaster und fuhr damit an die Augustinergasse. Per Kran eines Möbellasters wurde die ungewöhnliche Fracht verladen, mit Decken bekleidet und mittels Gurten festgezurrt. Auf den Strassen fand die Karawane mit Elch viel Aufmerksamkeit. So fragte eine Velofahrerin, wohin die Fracht ginge. «Wir werfen sie weg. Wollen Sie den Elch haben?», fragte Schenk zurück.

Neues Revier erreicht

Natürlich war das Ziel nicht die Kehrichtverbrennungsanlage, sondern die Desinfektionskammer. Der Elch war lange Jahre im Museum zu sehen gewesen und hatte wegen Sanierungsarbeiten und Ausstellungsumbau sein Revier verlassen müssen. Zur Schädlingsbekämpfung wurde er während mehrerer Wochen mit Stickstoff begast. Schliesslich fuhr er mit demselben Tieflader ins Sammlungsdepot nach Münchenstein, wo er gemeinsam mit anderen Grosspräparaten, Gesteinen, Fossilien und der berühmten Käfersammlung in bewundernswerter Gelassenheit auf kommende Ausstellungen wartet. Das Umzugsteam verabschiedete sich erleichtert von seinem respektablen Fahrgast: Mit der sofortigen, ungewöhnlichen Lösung und der sorgfältigen Umsetzung hatte es den Elchtest bestanden.

Rückmeldung

«Dank der grossen Erfahrung und dem vorsichtigen Umgang der Mitarbeiter der Firma Settelen mit der ihr anvertrauten Fracht hat sogar ein Elch wohlbehalten den Weg ins externe Sammlungsdepot nach Münchenstein zurückgelegt.» Dr. Denis Vallan Leiter der biowissenschaftlichen Abteilung des Naturhistorischen Museums Basel

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